Cuvilliés Theater
München, Deutschland
2004 - 2008
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LPH:               1-5 und 8b

BGF:               2.410 m² incl. Charlottenzimmer

Alte Pracht in neuem Glanz.

Das nach den Plänen von Francois Cuvilliés errichtete Alte Residenztheater in München hat seit seiner Entstehung im 18. Jahrhundert zahlreiche prunkvolle Inszenierungen erlebt.

Aufgrund dringender Sanierung musste das Theatergebäude mit seinem unvergleichlichen Rokoko-Charme 2004 geschlossen werden.

Durch staatliches und privates Engagement – „Comité Cuvilliés“ – konnten Mittel für die komplette Renovierung und Sanierung des Cuvilliéstheaters und der angrenzenden Räume zur Verfügung gestellt werden.

In einem aufwändigen Bewerbungsverfahren mit 150 teilnehmenden Büros hat Atelier Achatz Architekten den Zuschlag erhalten, gemeinsam mit dem Ingenieurbüro IMP, das die Bauausführung übernimmt, die herausfordernde Aufgabe zu übernehmen.

Ausschlaggebend war die Erfahrung in diesem Bereich: Projekte wie die Münchner Kammerspiele oder die Probebühne der Oper, die erfolgreich abgeschlossen wurden.

Die gesamte technische Ausstattung des denkmalgeschützten Cuvilliés-Theaters entsprach nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit. Der Hauptschwerpunkt der Instand-

setzungsmaßnahme lag deshalb in der kompletten Erneuerung der haustechnischen Anlagen im Bereich der Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroinstallation. Im Zuge der Bewältigung der hieraus resultierenden und notwendigen bau­lichen Arbeiten wurden auch die vorhandenen Mängel des Brandschutzes behoben und Maßnahmen zum Erhalt der vorhandenen Bausubstanz durchgeführt. Dabei wurden auch Fassaden und Dächer energetisch unddenkmalgerecht saniert.

Der primären Nutzung des Gebäudes als Theater wurde durch die Erneuerung der Bühnentechnik sowie der dazugehörigen Ton- und Beleuchtungstechnik Rechnung getragen. Eingebettet in die ge­samte Maßnahme ist die restauratorische Behandlung der historischen Bauteile des denkmal­geschützten Theaters von Francois Cuvilliés in enger Abstimmung mit der Bayerischen Schlösserverwaltung als zuständige Denkmalschutzbehörde.

Darüber hinaus gelang es den Comité-Hof durch die neue Überdachung zu einem neuen High-Light des Theatervorbereichs umzugestalten, in dem für die Residenz neue repräsentative Räumlichkeiten geschaffen wurden, die auch unabhängig vom Theater genutzt und vermietet werden können. Gleichzeitig wurden mit dieser Maßnahme die erheblichen bauphysikalischen Schäden beseitigt und ein effekziver Schutz der denkmalgeschützten Bausubstanz ermöglicht.

Im Gebäude vorhandene Bausubstanz reicht von den Gründungen der „Neuveste“ aus dem 13. Jhd mit dem sog. „Ballsaalkeller“, teilweise noch erhaltener Originalsubstanz aus dem 16. Jhd bis hin zum ebenfalls denkmalgeschützen Wiederaufbau (inkl. Ausstattungen) aus den 50er Jahren.

Ziel war es, das Theater neben seiner eigentlichen Funktion als Versammlungsstätte auch in den Museumsbetrieb der Münchener Residenz einzubinden, wofür speziell im Bereich der technischen Ausstattung etliche Sonderkonstruktionen entwickelt wurden, die modernste Technik im quasi ‚unsichtbar‘ verschwinden lässt.

Auch angrenzende Museumsräume der Residenz (Charlottenzimmertrakt) wurden im Rahmen dieser Maßnahme instandgesetzt.